Einrichtung einer Sekundarschule nicht kurzfristig umsetzbar

Brambrink, Wohlgemuth und Leushacke bekräftigen ihre Positionen in der zentralen Frage der Schulentwicklungsplanung

25.06.2015, 15:41 Uhr | CDU-Ratsfraktion Dülmen | Dülmen

Anlässlich der Beratung des Antrages der FDP-Fraktion haben der Vorsitzende des Schulausschusses Markus Brambrink, der FDP-Fraktionschef Christian Wohlgemuth und CDU-Bürgermeisterkandidat Clemens A. Leushacke ihre Haltung zur Sekundarschule noch einmal bekräftigt. Wohlgemuth unterstrich, dass das derzeitige Schulsystem mit Haupt- und Realschule sowie Gymnasium und Förderschule in Dülmen nach wie vor gut aufgestellt ist. Deshalb sei eine Aufgabe ohne Not nicht angezeigt.

Daher sieht auch Bürgermeisterkandidat Clemens A. Leushacke die zeitliche Chance, den Prozess der Einführung der Sekundarschule mit Überlegung und Sachverstand voran zu treiben. Ausdrücklich stellt er sich hinter die Arbeit der Projektgruppe Sekundarschule: „Die dort vertretenen Pädagogen leisten eine engagierte und fachlich sehr fundierte Arbeit. Es macht Freude, das mitzuerleben.“

Sehr kritisch sieht er die Vorgehensweise von SPD und Linken: „Es kann doch nicht ernsthaft gewollt sein, dass aus wahltaktischen Gründen der Start der Sekundarschule auf einen möglichst frühen Termin festgelegt wird, um anschließend festzustellen, dass die 10 bis 15 Mio. Euro für den Umbau und die Erweiterung des Hermann-Leeser-Gebäudes möglicherweise gar nicht zur Verfügung stehen. Eine Sekundarschule an zwei Standorten will niemand, weil das auch pädagogisch nicht funktioniert.“

Der CDU-Vorsitzende Markus Brambrink teilt die Einschätzung: „Den Schülerinnen und Schülern zuzumuten, die Folgen einer dem Wahlkampf geschuldeten und nicht bis zu Ende durchdachten Entscheidung à la Schlief dauerhaft in einem Provisorium ausbaden zu müssen, werden wir jedenfalls nicht verantworten. Aber vielleicht schafft Herr Schlief ja auch, gemeinsam mit Lisa Stremlau die SPD-Parteifreunde in der Landesregierung davon zu überzeugen, die Städte und Gemeinden endlich finanziell vernünftig auszustatten! Dann können wir ja darüber reden.“

Neben der Kritik an der inhaltlichen Ausgestaltung und somit Notwendigkeit einer Sekundarschule, macht sich auch Christian Wohlgemuth Sorgen um die Finanzierbarkeit: „Wir benötigen eine neue zentrale Feuerwache, die Flüchtlinge müssen menschenwürdig untergebracht und versorgt werden, auch andere Schulen haben Finanzbedarf. Wenn die rot-grüne Landesregierung die ländlichen Kommunen weiter im Regen stehen lässt, dann wird die SPD mit ihrer Bürgermeisterin ihre Versprechen definitiv nicht halten können. Dafür darf man Haupt- und Realschule keinesfalls opfern!“

Clemens A. Leushacke fordert ein Nutzungskonzept für alle Schulgebäude im Vorfeld der Festlegung des Starts der Sekundarschule. Alles andere sei finanzpolitisches Harakiri.

Markus Brambrink sieht den FDP-Vorschlag eines „Moratoriums“ daher positiv: „Das eine Errichtung nicht ‚übers Knie‘ gebrochen werden soll, ist immer deutlich geworden. Die derzeit gültige Schulentwicklungsplanung sieht die Haupt- und Realschulen nicht im Bestand gefährdet, daher sollten die Pläne bis 2017 entwickelt werden und erst dann eine Entscheidung fallen.“ Wohlgemuth ergänzt: „Möglicherweise gibt es bis dahin auch neue Entwicklungen auf Landesebene und eine neue Regierung korrigiert falsche Beschlüsse der Vergangenheit. Für die FDP ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass wir in den kommenden drei Jahren Planungssicherheit haben und wissen, dass zumindest bis dahin und hoffentlich auch darüber hinaus keine Sekundarschule kommen wird.“