Trassenverlegung wäre eine Katastrophe

Dülmen. Auf keinen Fall. Das wäre eine Katastrophe, betont IHK-Geschäftsführer Handel und Verkehr, Joachim Brendel (Münster). Die jetzige Trassenführung wird nicht überall für Hurra sorgen, ist aber in einem langen Prozess begründet, unterstreicht Reinhard Niggemeier, Leiter der Landesbehörde Straßen NRW in Coesfeld. Die Rede ist vom letzten Teilstück der Bundesstraße 67n zwischen Bocholt und Dülmen nördlich an Merfeld vorbei. Einige Merfelder sind mit der geplanten Trassenführung so nicht einverstanden und tragen sich mit dem Gedanken zu klagen.
Ihr Vorschlag: Die Fernstraße, auf die die Region seit 30 Jahren wartet, rund 300 Meter in nördliche Richtung zu verlegen. Mit dieser Variante sprachen die beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Werner Jostmeier (Dülmen) und Bernhard Schemmer (Reken) bei Straßen NRW in Coesfeld vor. Die Nachricht bremste den guten Willen. Bei einer Verlegung in nördlicher Richtung gäbe es vor allem Probleme wegen einer dortigen Wasserschutzzone. Und die Behörden seien wieder zu beteiligen. Die Dauer-Debatte könnte in die Sackgasse führen - und zu einer weiteren Verzögerung von bis zu zehn Jahren, warnt Jostmeier. Dabei soll nach der aktuellen Zeitschiene in 2007 die Planfeststellung für den fehlenden Bauabschnitt eingeleitet werden. Nachdem das Stück Bocholt-Rhede Ende des Jahres befahren wird und Rhede-Borken im Bau ist, rechnet Niggemeier mit dem Lückenschluss bis zur Autobahn 43 bei Dülmen in 2009 oder 2010.

Quelle: Dülmener Zeitung