CDU Kirchspiel diskutierte über Belange des Außenbereichs
Dülmen. Die Schulpolitik der Stadt und der Bau der Bundesstraße 67n waren die Hauptthemen während der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes Kirchspiel.
Durch den Wegfall der Schulbezirke zum Schuljahr 2008/2009 können die Eltern die Grundschulen für ihre Kinder frei wählen. Wie einige in der Versammlung meinten sollten die Bauernschaften die Ortsteile unterstützen. In diesem Zusammenhang wurden Eltern aus Börnste von der Stadt angeschrieben, bei der Wahl der Kindergärten auch Merfeld in Betracht zu ziehen. „Da sind wir etwas vorgeprescht“, sagte Bürgermeister Jan Dirk Püttmann.
So können auch Eltern in anderen Bauernschaften gezielt auf die Schulen in den Ortsteilen angesprochen werden. In einigen Teilen schon Praxis. „Die Kinder aus Daldrup gehen schon seit Jahren nach Hiddingsel“, verdeutlichte Ortsvorsteherin Annette Holtrup. Die Mitglieder machten deutlich, dass man schon zum kommenden Schuljahr auf Wünsche der Eltern eingehen sollte. „Wenn jemand sein Kind im Sommer in den Ortsteilen einschulen möchte, dann dürfen wir ihm keine Steine in den Weg legen“, befand Ludwig Hetrodt, Vorsitzender der CDU Kirchspiel.
Als weiterer wichtiger Punkt wurde die Schülerbeförderung diskutiert. „Eltern werden ihre Kinder nur dann in den Ortsteilen anmelden, wenn der Schultransport gesichert ist“, meinte ein Versammlungsteilnehmer. Püttmann versicherte, „dass man daran arbeitete“. Zudem sollen die Fahrzeiten der Schulbusse an die neuen Unterrichtszeiten der Ganztagsschulen angepasst werden. „Es kann nicht sein, dass ein Kind bis 16:00 Uhr Unterricht hat und dann noch 45 Minuten auf den Bus warten muss“, nannte Hetrodt ein Beispiel. Püttmann erklärte hierzu, dass „an der Umstellung gearbeitet würde“.
Baudezernent Clemens Leushacke erläuterte den Stand beim Bau der BN 67n nördlich um Merfeld herum. Leushake lobte den „großen Konsens zwischen Landwirten und der Stadt“. „Wir wollen die Straße haben, aber vor allem eine gute Lösung für die Landwirte erzielen“, versicherte Leushacke. Durch den Bau entstehe ein kräftiger Einschnitt in die verfügbare landwirtschaftliche Fläche“. Deshalb werde man vor allem für einen optimalen Ausgleich kämpfen.
Die Vorschläge des Kirchspiels für das Programm Dülmen 2011, bei der jeder Ortsteil mit Blick auf das Stadtjubiläum in den Genuss einer einmaligen Sonderförderung von 20110 Euro kommt, erläuterte Holtrup. Bei einer Informationsveranstaltung sie eine Kirchspielroute quer durch die Bauernschaften ins Gespräch gekommen. Noch habe man nicht beschlossen, ob man die Route für Radfahrer gestalte oder auch als Wanderstrecke anbiete. An verschiedenen Punkten der Route sollten eventuell Bänke sowie Hinweisschilder erstellt werden.
Des weiteren wurde über die Verfügbarkeit von DSL-Internet-Anschlüssen diskutiert. Laut Auskunft der Telekom komme eine schnellere Versorgung nur in Frage, wenn es 200 Anfragen aus der Region gebe. Gemeinsam mit dem Ortsverband Merfeld, der ebenfalls für eine Verbreiterung der Anschlüsse kämpft, sollen die Anfragen gebündelt und der Telekom vorgelegt werden.
Neben politischen Themen standen auch Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Heinrich Große-Parwick wurde zum Wahlleiter gewählt. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet, die Vorstandsstärken bei zwölf Mitglieder belassen.
Ludwig Hetrodt bleibt weiterhin Vorsitzender der CDU-Kirchspiel. Er erhielt 17 von 19 Stimmen. Werner Bertling wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Schriftführerin wurde Annette Holtrup, Martin Görlich wurde zu ihrem Stellvertreter gewählt. Als Beisitzer sind Roland Bolle, Berthold Fliß, Bernhard Gövert, Josef Kuhlmann, Helmut Rüskamp, Thomas Springeneer und Berthold Wewerinck-Schering in den Vorstand.
In seinem Rechenschaftsbericht ging Hetrodt auch auf den aus Jahr bezogenen endlich wieder ausgeglichenen Haushalt der Stadt ein. „Auch wir müssen einige Einschnitte hinnehmen“. So wurden die Mittel für die Wirtschaftswege gekürzt.
Zufrieden zeigte sich Hetrodt mit der Mitgliederentwicklung. Der Ortsverband hat aktuell 103 Mitglieder.
Quelle: Dülmener Zeitung vom 15.03.2007