Bordell mit allen Mitteln verhindern

Ortsverband blickt bereits auf Kommunalwahl

Dülmen. Ein klares Ziel vor Augen hat der CDU-Ortsverband Dülmen-Mitte. „Wir wollen durch unsere politische Arbeit das sehr gute Ergebnis der letzten Kommunalwahl noch einmal verbessern“, sagte Vorsitzender Willi Wessels.
In seinem Jahresbericht verdeutlichte Wessels, dass bereits im letzten Jahr „viele gute und zukunftsweisende Entwicklungen eingeleitet wurden“. Die Veränderung der Schullandschaft sei sehr beanspruchend gewesen, erläuterte Wessels. Dabei ging er besonders auf „die Zusammenlegung der Hauptschulen“ und die Errichtung einer Ganztagsbetreuung an der Kardianl-von-Galen-Schule ein. Auch die Verlegung der Paul-Gerhard-Schule in die Räume der Overberschule sei eine richtige Entscheidung. „Wir haben rechtzeitig auf die sinkenden Kinderzahlen reagiert und eine vernünftige Lösung gefunden“, so Wessels. „Die Arbeit in den Schulen ist wesentlich wichtiger als die Anzahl der Schulen in der Stadt“, ergänzte Bürgermeister Dirk Püttmann.

Ein weiterer wichtiger Bereich für die CDU ist die Innenstadtentwicklung. Mit dem Bau des Kaufhauses am Schlosspark haben man laut Wessels „einen ersten richtigen Schritt getan“. Püttmann verwies auf die Ansiedlung des neuen Eis-Cafes am Marktplatz. Zudem sei nicht nur die Entwicklungen in der Innenstadt positiv. „Durch die Verbesserung des Straßennetzes und die Arbeiten am Bahnhof wird das Bild Dülmens aufgewertet.“

Für die weiteren Entwicklung hat auch der Haushalt der Stadt eine große Bedeutung. Wessels betonte noch einmal, „dass man im Haushalt trotz steigender Einnahmen sparen muss“. Das Ziel der CDU lautet, „für 2007 einen ausgeglichenen Haushalt und möglichst schnell aus der Haushaltssicherung“.

Auch auf die viel diskutierten Themen Krematorium und Bordell ging Wessels ein. „Niemand kann behaupten, dass wir ernsthafte Gesundheitsgefährdungen in Kauf nehmen“, sagte Wessels mit Blick auf die Feuerbestattungsanlage. Zudem habe die Politik den Eindruck, „dass die breite Mehrheit kein Problem mit dem Krematorium in Dülmen hat“. Zur Entwicklung im ehemaligen OK-Center sagte Wessels, „dass wir mit allen Mitteln ein Großbordell zu verhindern wissen“.

Nach den Neuwahlen des Vorstandes richteten die Mitglieder ihre Fragen an den Landtagsabgeordneter Werner Jostmeier. Besonders die Familienpolitik der Landesregierung wurde hinterfragt. Bei der Familienpolitik betonte Jostmeier die Notwendigkeit eines Frühwarnsystem gegen häusliche Gewalt an Kindern. „Befragungen an Kindergärten zeigten, dass wir selbst im ländlichen Raum ein solches System benötigen“, so Jostemeier. Aus diesem Grund soll die Anzahl der Familienzentren erhöht werden.

Bei der Schulpolitik rechtfertigte Jostmeier die Wahl zum Schulleiter durch die Schulkonferenz. „Das trägt zur selbstständigen Schule bei“. Bei der Aufhebung der Schulbezirke forderte Jostmeier, die Grundschulen davon auszunehmen. „Das ist für viele ländlichen Schulen existenzbedrohend.

Quelle: Dülmener Zeitung vom 02.03.2007