Bürgerinitiative gegen Bordell

Dülmen. Der Appell kommt von zahlreichen Dülmener Institutionen und richtet sich direkt an Immobilienbesitzer Michael Stutte: Dülmen ist gegen ein Großbordell im OK-Center!
Eine Bürgerinitiative, die sich aus Vertretern vieler Vereine und Verbände zusammensetzt (siehe zum Thema) und gestern Abend vorstellte, will verhindern, dass dort ein Etablissement mit 85 Zimmern, für das eine Bauvoranfrage im Rathaus vorliegt, entsteht. "Ziel ist es, ein Stimmungsbild zu bekommen", sagte Sprecher Willi Wessels. Dafür sammelt die überparteiliche Bürgerinitiative Kontra Großbordell in Dülmen ab Freitag Unterschriften auf dem Wochenmarkt und legt Listen in zahlreichen Geschäften aus.

Schon heute sind die Verantwortlichen überrascht von der großen Resonanz. "Wir haben schnell gemerkt, dass wir viele Bündnispartner haben", sagt Wessels.

Die Bürgerinitiative nehme keine Bewertung von Bordellen an sich vor, sondern fürchtet einen großen Imageschaden für Dülmen, die mögliche Gewalt und Kriminalität im Umfeld sowie die Ausbeutung der Frauen. Deshalb werden Eigentümer und Investor aufgefordert, ihre Pläne fallen zu lassen. An die Verwaltung richtet sich der Appell, das Großbordell bau- und ordnungsrechtlich mit Blick auf Sperrgebiet, Wohngebietsnähe und Kinder im Umfeld zu verhindern. Wessels verdeutlicht, dass nicht die Stadt, sondern Stutte die Absicht bekundet, ein solches Etablissement durch einen Investor errichten zu wollen. "Wir rufen die Bürger auf, sich dagegen zu wehren", sagt er. Am Freitag, 3. August, gibt es ab 17 Uhr eine öffentliche Kundgebung auf dem Markt.

Was halten Sie vom geplanten Großbordell im OK-Center? Die DZ schaltet ab Freitag ein Internet-Forum, in dem die Dülmener ihre Meinung formulieren können. Näheres dazu in der morgigen Zeitungsausgabe.

Kontakt zur Initiative:

Brigitte Albrink, Tel. 7425
Regina Fiedler, T. 8929344
Brigitte Kress, T. 82906
Filomena Müller, T. 948537
Willi Wessels, T. 82628

Quelle: Dülmener Zeitung vom 27.06.07