CDU Merfeld radelte in die Nachbargemeinde
Der Gartenbaubetrieb Kaiser in Hülsten war Ziel der Fahrradtour, zu der der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Merfeld am vergangenen Freitag eingeladen hatte. Neben den 28 Teilnehmern begrüßte der Vorsitzende Helmut Kreuznacht am Zielort auch den Inhaber Karsten Kaiser und seine Ehefrau.
Herr Kaiser, stellte sich, trotz einer kurz zuvor ambulant durchgeführten OP am Arm, den Fragen der Teilnehmer und erzählte auch einiges über die Entstehung der Gärtnersiedlung. 1961/62 wurde hier mit der Errichtung einer aus sieben Betrieben bestehenden Gärtnersiedlung begonnen.
Zum Anbau kamen vor allem Azaleen. Im Laufe der Jahre hat sich hier jedoch eine Umstrukturierung vollzogen.
Betriebe die keinen Nachfolger hatten, wurden von einem anderen übernommen oder er wurde geschlossen und die Bodenfläche an jemand anderen verpachtet.
Der Betrieb Kaiser jedoch hat sich für die eine Hälfte des Jahres für die Aufzucht
einer speziellen Gurkensorte entschieden und das aus gutem Grund; Er ist für dieses Produkt alleiniger Zulieferer an ein bekanntes großes schwedische Möbelhaus.
DECUMIS, auch Ziergurken oder Stachelgurken genannt, die mit den bei uns bekannten essbaren Gurken lediglich die botanische Herkunft gemeinsam haben, bezeichnet man eine Auswahl an nicht essbaren Wildgurken, die sich aufgrund ihres interessanten und abwechslungsreichen Erscheinungsbildes steigender Beliebtheit in der floralen Dekoration erfreuen. Die lange Verfügbarkeit und sehr gute Haltbarkeit setzen der Verwendung beinahe keine Grenzen, sind jedoch nicht zum Verzehr geeignet. Die letzte Ernte kann Mitte bis Ende November erfolgen, so Karsten Kaiser.
Bis die Vereinbarung zwischen der Möbelmarktkette und dem Gartenbaubetrieb unterschriftsreif war, mussten einige Hürden genommen werden. Sei es bei der Vorgabe für die Bekämpfung von Schädlingen, hier legte der Vertragspartner besonders Wert darauf, dass keine chemischen Bekämpfungsmittel benutzt werden, bis hin zu Verpackung, die durch Frau Kaiser kreiert wurde. Alles in allem hat es ca. zwei Jahre gedauert, bis beide Seiten zufrieden waren. Aber es rechnet sich, so Karsten Kaiser weiter, denn die Aufzucht ist nicht sehr zeit- und arbeitsintensiv, und es wird vor allem kein hoher Energiebedarf benötigt.
Nach diesen sehr interessanten Eindrücken aus der Nachbarschaft und einem herzlichen Dankeschöne an die Eheleute Kaiser, fuhr der Tross wieder in Richtung Merfeld, wo beim Vorsitzenden die Radtour, mit Grillwürstchen und gekühlten Getränken, an einem schönen lauen Sommerabend ausklang.