Der Neue setzt auf Teamgeist

Ich bin sehr zufrieden das ist ein echter Vertrauensbeweis der Kolleginnen und Kollegen, freute sich Klaus-Viktor Kleerbaum über die überwältigende Mehrheit, mit der er gestern Abend zum neuen Fraktionsvorsitzenden der CDU im Kreistag gewählt wurde. Er sei sich der schweren Aufgabe, die er übernehme, bewusst, sagte er unserer Zeitung: In der Nachfolge von Ludger Dinkler tritt man in große Fußstapfen. So galt sein erstes Dankeswort nach der Wahl auch seinem Vorgänger, der eine super Vorarbeit geleistet habe, an die er wenn auch mit eigenem Stil und eigenen Schwerpunkten anknüpfen wolle. Ich will noch mehr auf Teamarbeit setzen, kündigte er an. Und die Arbeit straffen. In den nächsten Wochen wolle er mit dem neuen Vorstand ein Konzept dafür erarbeiten.
Vertraute Gesichter gehören dem Führungsgremium an: Zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden rückte der bisherige zweite Mann Werner Schulze Esking (Billerbeck) auf. Ebenfalls ein Treppchen höher sprang Hans-Peter Egger (Coesfeld), bislang dritter Fraktinssprecher. Seine frühere Position wurde zunächst nicht wieder besetzt.

Alle wurden mit überwältigender Mehrheit gewählt, berichtete CDU-Kreisvorsitzender Werner Jostmeier, der sich über den ausgesprochen harmonischen und konstruktiven Verlauf der Wahlversammlung glücklich zeigte. Es gab keine zermürbende Personaldiskussion, hob er hervor. Der vom Fraktionsvorstand vorgeschlagene Kleerbaum habe keinen Gegenkandidaten gehabt. Es habe bei den Wahlen auch jeweils nur ganz wenige Gegenstimmen gegeben. Die genauen Ergebnisse der geheimen Abstimmungen wollte Jostmeier nicht nennen: Das haben wir so vereinbart.

Zu Beginn der Versammlung, berichtete der Kreisvorsitzende aus Dülmen, habe Ludger Dinkler noch einmal die Beweggründe für seinen Schritt erläutert, das Amt vorzeitig niederzulegen. Seine gesundheitliche Situation führte er dafür an. Allen Anwesenden sei dabei deutlich geworden, dass er sich den Schritt nicht leicht gemacht habe: Es macht ihm was aus. Jostmeier habe ihm den Dank der Partei für die sehr erfolgreiche Arbeit ausgesprochen. Seine Markenzeichen seien immer Bodenhaftung und Aufrichtigkeit gewesen das habe Maßstäbe gesetzt.

Kleerbaum will in diesem Sinne weitermachen und wünscht sich breite Unterstützung dafür in Partei und Fraktion, wie er erklärte. Er wolle neben dem Fraktionsvorsitz im Kreistag auch den Chefposten im Rat der Stadt Dülmen behalten, kündigte er an. Auch in Dülmen soll, damit das gelingt, die Arbeit auf mehrere Schultern umverteilt werden. Mit seinem Arbeitgeber, der KPV, habe er die Übernahme des neuen Amtes abgesprochen, berichtete er. Sonst ginge das gar nicht. Seinen Job bei der KPV sieht er als echten Vorteil für die kommunalpolitische Arbeit: Ich stecke vielfach schon tief in der fachlichen und sachlichen Diskussion drin.

05. September 2007 | Quelle: Dülmener Zeitung