Karthaus soll Amtshaus übernehmen / Ratsmehrheit aus CDU und FDP will die Verwaltung beauftragen, entsprechende Gespräche zu führen.

Buldern. Die Zukunft des alten Bulderner Amtshauses auf ein solides Fundament stellen, ohne dabei die Nutzungsmöglichkeit des Spiekerplatzes für öffentliche Veranstaltungen zu verbauen, das ist nach wie vor die Zielsetzung der CDU-Buldern. Gerade in Hinblick auf die jüngste Sitzung des Bauausschusses und die mögliche Beteiligung der Werkstätten Karthaus an der Nutzung hätten neue Optionen ergeben, heißt es in einer Mitteilung von gestern.
In offiziellen Arbeitskreis zur Entwicklung des Amtshauses seien vor langer Zeit die Eckpunkte der Entwicklung im Einvernehmen von Politik und Vereinen festgeschrieben worden: Zum einen sollte die alte, ursprüngliche Fassade wieder hergestellt werden. Der jetzige Zustand bereichere den Ortsmittelpunkt nicht. Zum anderen hätten alle Beteiligten Bedenken hinsichtich der Wohnnutzung geäußert, da der Anwohnerschutz dazu führen könnte, dass zum Beispiel öffentliche Veranstaltungen der Vereine mit Musik bis in die späten Abendstunden hinein erschwert werden könnten.

Die zuletzt im Bauausschusses vorgestellte Variante des Bulderner Kunst- und Kulturvereins, im Obergeschoss des Amtshauses einen Wohngruppe der Karthaus einzurichten und im Erdgeschoss ein Cafe des Kunst- und Kulturvereins für zunächst fünf Jahre einzurichten, wurde dort diskutiert. Im Kern bleiben Zweifel an der Verträglichkeit der Wohnnutzung und der Langfristigkeit des Cafebetriebs, was noch erörtert werden sollte, so die CDU.

In der Stellungnahme in der DZU sei die Geschäftsführerin der Karthaus bemüht gewesen Zweifel an der Veinbarkeit einer Wohnung im Amtshaus auszuräumen. Die CDU Buldern ist erfreut über die aktuelle Bereitschaft der Karthaus, sich an dieser Stelle zu engagieren. Eine Anfrage der Stadtverwaltung bei der Karthaus vor drei Jahren sei nämlich auf kein Interesse gestoßen.

Als mögliche Lösung könnte sich die CDU gut vorstellen, dass der Anna-Katharinen-Stift Karthaus das alte Amtsgebäude zu vernünftigen Bedingungen insgesamt übernimmt. Dafür müsste die Karthaus in Eigenregie den Umbau und die laufenden Kosten tragen. Durch die Zusage, das öffentliche Leben auf dem Spiekerplatz im bisherigen Umfang zu tolerieren, werde auch eine Wohnnutzung vorstellbar. Zur Belebung des Dorfplatzes sollte eine weitere Nutzung des alten Amtsgebäudes als Laden oder Cafe in Betracht kommen.

Vorraussetzung sei aber nach wie vor das einmütig im Arbeitskreis festgelegte Ziel, dass das alte Amtsgebäude im wesentlichen die ursprüngliche Fassade der Vorkriegszeit zurückerhält.

In Abstimmung mit der FDP will die CDU an dieser Vereinbarung festhalten, da sonst die ortskernprägende Eigenschaft des Gebäudes nicht erreicht wird. In der nächsten Sitzungstaffel soll die Verwaltung beauftragt werden, Gespräche mit der Karthaus aufzunehmen, wie die gemeinsamen Ziele erreicht werden können.

Quelle: Dülmener Zeitung vom 11.10.2007