Unter sachkundiger Führung von Geschäftsführer Johannes Röken und Wasser-werksmitarbeiter Thomas Vorfeld fand die Besichtigung des Wasserwerkes der Stadtwerke Dülmen GmbH. CDU Chef Willi Wessels, der auch Vorsitzender des Auf-sichtsrates der Stadtwerke Dülmen GmbH ist, freute sich über das große Interesse.
Die Bedeutung von H2O für das Leben auf unserer Erde sei nicht immer im Bewusst-sein der Menschen, so Wessels. Wasser war für die Erdgeschichte der bedeutendste Stoff. Menschen wuschen sich seit jeher mit dem Wasser oder nahmen ein erfri-schendes Bad. In vielen Mythen und alten Geschichten spielt das Wasser eine zent-rale Rolle. Die Sintflutsage berichtet von einer riesigen Überschwemmungskatastro-phe. Immer wieder führten und führen Trockenperioden in der Erdgeschichte zu Ern-teausfällen und Hungersnöten. Die Erde ist zwar zu zwei Drittel mit Wasser bedeckt, aber nur ein Prozent des gesamten Wassers stehen als Wasser zum Trinken zur Verfügung.

Der Mensch besteht zu 60-70% aus Wasser, die Qualle aus 98%, grüne Blätter von Pflanzen zu 80-90%. Ein Mensch von 70kg Körpergewicht trägt etwa 42 kg Wasser mit sich herum. Im Katastrophenfall kann der Mensch bis zu 14 Tage ohne Nahrung auskommen, aber bereits nach 36 Stunden ist er verdurstet. Täglich muss er etwa 2-3 Liter Wasser zu sich nehmen.
Der durchschnittliche Wasserverbrauch in Deutland liegt bei 115 Liter am Tag. Für Trinken und Essen werden davon nur 5 Liter beansprucht.
Die anerkannt gute Qualität des Dülmener Wassers sei für die Dülmener Bürgerinnen und Bürger ein hohes Gut, so Röken. Bei einer Förderleistung von 1,8 Millionen Kubikmetern seien die technischen Herausforderungen nicht zu unterschätzen. Abnahmeschwankungen seien durch entsprechende Bevorratungsbehälter auszugleichen. Die Erschließung des kürzlich erst neu in Betrieb genommenen Brunnens auf dem Gelände des Wasserwerkes in Hausdülmen sei mit einer erheblichen Investition verbunden gewesen. Fluss- oder Seewasser, das von anderen Wasserwerken zur Trink-wasseraufbereitung gewonnen wird ist noch verunreinigt, es muss deshalb einem mehrstufigen Reinigungsverfahren unterzogen werden.
Die ständige Anpassung an den Stand der Technik und den Anforderungen der Lebensmittelhygiene sei in den vergangenen Jahren mit entsprechendem finanziellen Aufwand verbunden gewesen, so Röken.
Der einwandfreie Betrieb der Filteranlagen und die ständige Überwachung der Wasserqualität rund um die Uhr sichert der Dülmener Bevölkerung die Verfügbarkeit des kostbaren Lebensmittels in einem Leitungsnetz von 253,7 Kilometern. Dabei sei der Preis von 1,09 Euro pro Kubikmeter seit Jahren konstant und im Vergleich mit anderen Regionen als günstig anzusehen, so konnte Wessels aus seiner Tätigkeit im Aufsichtsrat berichten.
Röken und Vorfeld stellten den CDU Mitgliedern den Betriebsablauf der Wasserförderung und -aufbereitung anschaulich dar. In 2 Leitungen mit einem Durchmesser von 400 Millimetern wird das Wasser von dem 1955 in Hausdülmen errichteten Wasserwerk nach Dülmen gepumpt.
Beeindruckt von der Vielfältigkeit der Thematik dankte Brigitte Albrink für die interessante Führung.