"Zur Stadtentwicklung braucht man Visionen", betonte Lingens Oberbürgermeister Heiner Pott am Mittwoch vor Führungskräften der CDU Dülmen. Gemeinsam mit allen Beteiligten, so Pott, können man auch große Projekte stemmen. Mitglieder des CDU-Partei- und Fraktionsvorstandes und die beiden städtischen Beigeordneten Christa Krollzig und Clemens A. Leushacke verbrachten einen ganz Tag im Emsland um sich Anregungen zu holen und Lösungen anzusehen. Dabei standen die für Dülmen wichtigen Zukunftssthemen Innenstadtentwicklung, Kaserne und Hochschlustandort im Mittelpunkt.

Die Innenstadt lebt, die Ansiedlung eines Magneten (MediaMArkt) direkt im Zentrum hatt allen Geschäften und der Gastronomie sehr gut getan. OB Pott führte die Dülmener zwei Stunden persönlich durch seine Stadt, in der Einkaufen, Arbeiten und Kultur im Zentrum geschickt verbunden wurden. Natürlich sei auch einiges gegen anfängliche Widerstände durchgesetzt worden. Im Nachhinein seien aber alle sehr zufrieden. Wichtig sei eine offene Diskussionkultur und die Fähigkeit, auch einmal weiter nach vorne zu blicken, so Pott.
Die Kaserne in unmittelbarer Nähe zu Innenstadt ist bereits leergezogen. Das Gelände wurde von der Stadt übernommen und wird zur einen Hälfte zurückentwickelt. Direkt an der Ems werden dann Freizeitmöglichkeiten entstehen. Die andere Hälfte wird für Wohnbebauung veräußert.
Über Lingen als Hochschulstandort konnten sich die Dülmener Lokalpolitker dann auf dem entstehenden Campus Lingen im alten Eisenbahnausbesserungswerk direkt am Rande der Innenstadt informieren. In den alten Hallen, die zum Teil bereits hergerichtet sind, befinden sich Teile der Fachhochschule Osnabrück und die Berufsakademie Emsland, die Duale Studiengänge für und mit Unternehmen anbietet. Dr. Wolfgang Arens-Fischer von der BA erläuteret das Erfolgsrezept der Berufsakedemie, die derzeit im zwanzigsten Jahr ist, rund 450 Studenten ausbildet und mit über 300 Unternehmen zusammenarbeitet.
Der Besuch im Emsland war für alle Beteiligten ein hoch spannender und anregender. Vorsitzender Dr. Josef Gochermann: " Wir haben viele Anregungen erhalten, die uns für unser Bild vom Dülmen der kommenden Jahre hilfreich sein werden. Und wir haben gelernt, daß man auch große Projekte packen kann, wenn man fest dazu entschlossen ist. Insofern gehen wir gestärkt in das Zukunftsprojekt Dülmen."
Fotos: DZ Dülmen - Jürgen Primus