Konjunkturpaket nutzen: Mehr Geld für Schulbusverkehr und Wirtschaftswege

Dülmen. Rund 170.000 Euro will die Stadt Dülmen zusätzlich in den Etat für den Schulbusverkehr stecken, der im vergangenen Jahr 920.000 Euro betrug. Diese Summe nannte Bürgermeister Jan Dirk Püttmann bei der Jahreshauptversammlung der CDU Kirchspiel.
Innerhalb von drei Jahren wolle man den Schulbusverkehr den geänderten Anforderungen, vor allem mit Blick auf den Ganztagbetrieb, anpassen. „Es wird kein Schlaraffenland geben, wo alles funktioniert, sondern man muss alles hintereinander kriegen“, so Püttmann zum Zeitplan.
 

 

Intensiv wurde über das Thema Schulbusverkehr bei der Versammlung diskutiert. „Wenn Schulen in den Nachmittag gehen, dann müssen Eltern verlässlich wissen, dass ihre Kinder nach Hause kommen“, machte Ludwig Hetrodt, Vorsitzender der CDU Kirchspiel, seine Position deutlich.

„Wichtig ist, dass dort, wo die Kinder morgens einsteigen, sie nachmittags auch wieder aussteigen können“, fügte Kirchspiel-Ortsvorsteherin Annette Holtrup hinzu. Sie regte an, ob nicht ein Bedarfsverkehr die richtige Lösung sei und forderte dazu auf, die Schulschlusszeiten besser aufeinander abzustimmen.

„Wenn man einen Ganztagsbetrieb will, dann muss man auch die Mittel dafür zur Verfügung stellen“, stellte Kreistagsmitglied Antonius Schulze Entrup mit Blick auf die Landesregierung fest. Zugespitzt fragte seine Frau, Ulla Schulze Entrup, ob man das Geld, das die Stadt für Reit- oder Joggingstrecken ausgeben werde, nicht besser für die Kinder investieren könne. „Schade ist, dass das eine gegen das andere ausgespielt wird“, sagte Holtrup daraufhin.

Neben dem Schulbusverkehr will die Stadt Dülmen in den Ausbau der Wirtschaftswege investieren, von nahezu einer Million Euro spricht Püttmann dabei. Man wolle das Konjunkturpaket der Bundesregierung nutzen, um einiges umzusetzen. „Wenn es eine halbe Million Euro vom Land gibt, dann müssen wir auch mal in den Säckel der Stadt greifen“, machte sich Hetrodt dafür stark, die aktuelle Situation zu nutzen. Jetzt müsse etwas getan werden. Mit Blick auf den schlechten Zustand des Dernekämper Höhenweges teilte der Bürgermeister mit, dass man bewusst mit dem Ausbau warte. Ein ausgebauter Höhenweg würde schnell zu einer Umgehungsstraße. „Wir wollen erst die Südumgehung haben, dann packen wir das an“, sagte Püttmann.

Vor allem eines sei jedoch beim Ausbau der Wirtschaftswege wichtig, nämlich ein Grüner Plan als Generallinie, da sich viel in den Außenbereichen verändert habe. Beim Aufstellen des Planes müsse man sich dann auch entscheiden, ob und welche Wirtschaftswege angebunden werden sollen, antwortete Püttmann auf eine Frage von Erich Dilkaute.