99 Prozent für Jan Dirk Püttmann

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Dülmen. Man sah Jan Dirk Püttmann deutlich an, wie gut ihm dieses Wahlergebnis tat. 99 Prozent der Dülmener Christdemokraten sprachen sich in geheimer und schriftlicher Abstimmung für den Bürgermeister als Spitzenkandidaten der Partei bei der Kommunalwahl am 7. Juni aus. Den minutenlangen Applaus, als das Resultat verkündet wurde, unterbrach erst Püttmann selbst mit einer Handbewegung. „Dieses Ergebnis ist der Knaller, das ich nicht nur Dir, sondern auch der anderen Seite gönne. Daran haben die zu knacken“, gratulierte Kreisvorsitzender Werner Jostmeier.
Die Ratskandidaten der CDU-Dülmen zusammen mit Jan Dirk PüttmannDie Ratskandidaten der CDU-Dülmen zusammen mit Jan Dirk Püttmann
Püttmann zeigte sich im DZ-Gespräch bescheiden: „Ich bin sprachlos über diesen Zuspruch.“ Insgeheim hatte er mehr als nur eine Gegenstimme bei über 100 anwesenden Parteimitgliedern befürchtet. Nachdem der Familienvater aus den sieben CDU-Ortsverbänden bereits einstimmig vorgeschlagen worden war (DZ berichtete), kreuzten am Donnerstagabend 108 Mitglieder ein Ja bei Jan Dirk Püttmann an, zwei Stimmen waren ungültig.
 

Zuvor hatte sich der Jurist für eine dritte Amtszeit beworben. Dabei blickte er nur kurz auf politische Erfolge - wie den Bau der B 474n und der Bahnunterführung Buldern oder die Entwicklung des OK-Centers - zurück, lobte Initiativen, wie die Ganztagsbetreuung oder Senioren-Hilfe, und nannte die „Verbesserung der Lebensverhältnisse“ als politische Motivation

„Sicherheit und Zukunft“, „Verlässlichkeit und Vertrauen“ sind für Püttmann die Leitmotive. Die solide Politik beginne bei den Finanzen, er will eine solidarische Gesellschaft und lebenswerte Stadt. Die Innenstadtgestaltung solle den Rahmen für ein lebendiges Zentrum liefern, die Bildungsinitiative vom Kindergarten bis zur Fachhochschule sei Voraussetzung für Einkommen, Wohlstand und Arbeitsplätze. Püttmann will die Kaserne und den Bahnhof entwickeln, fordert energetische Verbesserungen und ein friedliches Miteinander in der Stadt. „Für so eine Zukunft setze ich mich mit Kraft und Leidenschaft ein“, sagte der Kandidat.

Der Polemik erteilte er eine Absage. „So etwas finde ich unwürdig. Das kann nicht ernsthaft die politische Kultur sein“, betonte Püttmann, der für diese Äußerung großen Applaus bekam, mit Blick auf die Angriffe gegen seine Person durch SPD-Kandidaten vor einer Woche.

Parteichef Dr. Josef Gochermann dankte Püttmann für „die klaren Perspektiven“. Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel unterstrich die gute Zusammenarbeit, nicht nur bei der Volkshochschule und der Musikschule. „Zu Jan Dirk Püttmann gibt es keine Alternativen. Er ist verlässlich und zielorientiert, aber auch westfälisch rustikal“, sagte Klimpel. Der frühere Stadtdirektor Heinrich Schenk, der wie Stadtdirektor a.D. Dr. Hans Lemmen und Altbürgermeister Karl Ridder der Mitgliederversammlung beiwohnte, bescheinigte Püttmann gute Ergebnisse. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Schenk mit Blick auf den Haushalt, die Wirtschaftsförderung und die Bildungsmaßnahmen.