Da mussten selbst die Veranstalter zugeben, dass sie mit so vielen Besuchern nicht gerechnet hatten. Schon eine Stunde vor dem offiziellen Beginn verlangten die ersten Energie-Interessierten am Sonntag Vormittag Einlass in die Schornsteinfegerschule, wo die CDU zum Energieforum eingeladen hatte.
20 Aussteller mit teils mehreren Ständen präsentierten Trends und Neuerungen rund um das Thema Energie. „Wir haben mittelständische Handwerksbetriebe aus den Sparten Heizungsinstallation, Elektroinstallation, Malerei oder Dachdeckerei“, so Organisator Willi Wessels. „Damit decken wir komplett die äußere Haushülle ab und geben zusätzlich noch viele Tipps für den Innenbereich“. Die Gründe, warum so viele Besucher das Forum aufsuchten, liegen für Willi Wessels auf der Hand. „Gerade im Bereich Energiesparmaßnahmen interessieren sich viele für die Kosten-Nutzen-Relation, was lohnt sich und wo sind starke Einsparungen möglich“, so Wessels. Erfreulich war für ihn, dass neben Haus- und Wohnungsbesitzern auch viele Mieter gekommen waren, um sich vor allem praktische Tipps zum sparsamen Umgang mit Heizung und Strom abzuholen. Diese praktischen Tipps wurden in drei Vorträgen vermittelt. Dort ging es ganz konkret um Einsparmöglichkeiten bei der Wärme- und Stromversorgung sowie um Möglichkeiten der Finanzierung.
Sowohl Wessels als auch Hans-Günter Nellen, Landesinnungsmeister der Schornsteinfeger, hoben noch ein weiteres Ziel der Veranstaltung hervor. So soll die Schornsteinfegerschule und das Schornsteinfegerhandwerk generell in der Dülmener Bevölkerung bekannter gemacht werden. Schornsteinfeger, so Nellen, seien Anlaufstelle für die Bürger, wenn es um kompetente Energieberatung gehe, aber auch, wenn neue Entwicklungen und Trends vorgestellt und letztlich umgesetzt würden. „Wir wollen die Schule noch bekannter machen, sehen großes Entwicklungspotenzial in der Zusammenarbeit mit den Dülmener Bürgern und Firmen und freuen uns besonders, dass die mittelständischen Betriebe das Forum so gut angenommen haben“, so Nellen. Und Wessels dankte den Schornsteinfegern ausdrücklich für ihr Engagement in Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung. Diese mussten vor allem Fragen zum brennenden Thema „Energieausweis“ beantworten, viele der Gäste hatten Fragen, wann der neue Ausweis nötig ist, wo er zu bekommen ist und was überhaupt die Voraussetzungen dafür sind. Daneben interessierten sich die Besucher vor allem für den Bereich Dämmung, wie auch das Ehepaar Menke, dass extra aus Nottuln nach Dülmen gekommen war. „Dämmung ist derzeit ein spannendes Thema für uns“, versichern sie. „Das Thema Energie ist im Trend der Zeit“, zeigt sich auch Besucher Bruno Höltken aus Dülmen überzeugt und Stephan Scholbrock, Hausbesitzer aus Dülmen, schaute sich besonders an den Ständen zur Pellets-Technik und Altbausanierung um. Viele Besucher waren auch einfach aus generellem Interesse gekommen, um zu schauen, was künftig möglich ist und welche Kosten eventuelle Sparmaßnahmen zunächst verursachen. Besonders gefragt: Der Stand, an dem die neuartigen Solar-Dachpfannen-Kollektoren vorgestellt wurden. Eine Methode, so Willi Wessels, die sogar den Organisatoren bis zu Beginn der Veranstaltung noch eher unbekannt war. „Natürlich haben wir hier auch die Bastler, die sich Anregungen holen, was sie an ihrem Eigenheim eventuell in Eigenleistung selbst umsetzen können“, so Wessels.
Zum Abschluss des Forums trafen sich geladene Gäste und interessierte Zuschauer zu einem Rundgespräch. Bei diesem stellten sich Markus Enseling (Unternehmer), Johannes Röken (Geschäftsführer der Stadtwerke Dülmen), Dr. Michael Oelck (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Coesfeld), Ludwig Willeczelek (Unternehmer und Sprecher der Dülmener SHK-Unternehmen), Andreas Klapdoor (RWE), Karl-Heinz Vogt (Obermeister Schornsteinfegerinnung Regierungsbezirk Münster) sowie Bürgermeister Jan Dirk Püttmann und Organisator Willi Wessels unter der Moderation von Jörg Grabenschröer den Fragen und diskutierten die Möglichkeiten von Unternehmen und Politik, beim Thema Energiesparen Hand in Hand zu arbeiten.
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