„Informationen weitertragen“

Ortsvorsteherinnen stellen ihr Amt vor

Vertreter eines nicht selbstständigen Ortes gegenüber der zuständigen Gemeinde, so beschreibt eine Internet-Enzyklopädie das Amt des Ortsvorstehers, berichtete Dülmens Frauen-Union-Vorsitzende Manuela Pross zur Einführung. Was das genau bedeutet, das erläuterten Gabriele Sondermann (Hausdülmen) und Annette Holtrup (Kirchspiel) bei der Jahreshauptversammlung der Frauen Union.
„Wichtig ist, dass man die Entwicklungen, Veränderungen und Planungen im Ortsteil begleitet“, berichtete Holtrup, die das Ehrenamt 2004 von Josef Lücke übernahm. „Ich mache es mit Sicherheit anders“, sagte sie mit Blick auf ihren Vorgänger, man wachse jedoch mit dem Amt. Ebenfalls Nachfolgerin eines „Urgesteins“ ist Sondermann in Hausdülmen, die 2008 Ludger David ablöste. Beide hoben hervor, wie wichtig Rückhalt in der Familie für das Amt sei.

Neben dem Herantragen von Wünschen und Anregungen an Rat und Ausschüsse, dem Mittler sein zwischen Ortsteil und Verwaltung, würden Ortsvorsteher auch viele repräsentative Termine wahrnehmen, erläuterte Sondermann. Gerade diese informellen Termine seien wichtig, um ins espräch zu kommen und Informationen weiter zu tragen. Hintergründe erläutern und Gespräche auf eine sachliche Basis bringen, dass sei eine Möglichkeit gegen Unmut vorzugehen. Als Frau habe man eventuell den Vorteil, dass man seltener das Schimpfen abbekomme, vermutete Holtrup auf eine entsprechende Frage von Manuela Pross. „Man hat viele Freiräume, es hängt viel von dem persönlichen Engagement ab“, betonte die Kirchspiel-Ortsvorsteherin.