Die Gremien innerhalb der CDU und der FDP begrüßen eine „verlässliche Partnerschaft“ von Schwarz-Gelb in der neuen Stadtverordnetenversammlung. Beide Fraktionen hätten gemeinsam 24 von 45 Stimmen (inklusive Bürgermeisterin) und damit eine Ratsmehrheit, die die CDU bei der Kommunalwahl verloren hatte. „Wir können uns sehr gut eine Zusammenarbeit vorstellen“, fasst Willi Wessels die Auffassung der CDU-Fraktion zusammen. Die Gespräche mit den liberalen sollen in der kommenden Woche fortgesetzt werden.
FDP-Vorsitzender Bruno Austerschulte teilte mit, dass sich die Mitgliederversammlung unter der Woche für eine Zusammenarbeit mit der CDU in Kernfragen ausgesprochen habe. „Diese Zusammenarbeit bezieht sich auf wesentliche Projekte.“
Austerschulte bestätigte auch Gespräche mit der SPD und der designierten Bürgermeisterin. „Von Frau Stremlau haben wir wenig gehört zu Sachverhalten, die anstehen. Das kann ich verstehen, weil sie momentan noch wenig Einblick hat. Auf der anderen Seite bedürfen dringende Sachverhalte einer schnellen Entscheidung, wie die Kaserne, der Ausbau des CBG oder der Bahnhof“, betonte Austerschulte. CDU und FDP hätten festgestellt, dass sie bei den wesentlichen Projekten ein ähnliches Meinungsbild hätten.
Kontakte hatte es in den vergangenen Tagen auch zwischen CDU und SPD gegeben. Stremlau bestätigte, dass man sich über die zukünftige Struktur der Fachausschüsse ausgetauscht habe. Ein Thema war der von ihr angeregte Wirtschaftsförderungsausschuss. Wessels machte deutlich, dass die CDU der zukünftigen Bürgermeisterin „eine sachorientierte Zusammenarbeit“ angeboten habe. Zukünftig werde es mehr Ausschüsse als bislang geben. So soll neben der Wirtschaftsförderung den Fachbereichen Schule und Kultur besonders Rechnung getragen werden. Die FDP will die Umwelt stärker in den Fokus stellen.