Mit nur noch 42 Prozent der Stimmen über alle Wahlkreise hinweg könne man nicht zufrieden sein, stellte Jochen Wensing, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Buldern, gleich zu Beginn mit Blick auf das Abschneiden der CDU hei der Kommunalwahl fest. „Ich bin mir sicher, dass wenn der Spiekerplatz ein halbes Jahr früher fertig geworden wäre, dann hätte das Wahlergebnis anders ausgesehen", betonte er, auch mit Blick auf den vorherigen Abriss des Alten Amtshauses. „Wir hätten das eher hinkriegen müssen", gab auch CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Wessels zu. SPD und UWG hätten diese Schwäche ausgenutzt. Doch generell habe es vor der Kommunalwahl in Dülrnen, aber auch in Buldern, eine Wechselstimmung gegeben, so Wensing. Zudem seien in Buldern die anderen Parteien mit starken Persönlichkeiten vertreten gewesen.
Der CDU-Kreisvorsitzende Werner Jostmeier, Edith Eiersbrock und Jochen Wensing ehrten bei der Versammlung die langjährigen CDU-Mitglieder Günter Strätker, Paula Essmann, August Eiersbrock, Emanuel Friedrich, Karl Brake, Willi Schlagheck sowie Rainer Dipp.Neben einer Analyse der Kommunalwahl-Ergebnisse blickte Wensing bei der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes, der in der Tierarztpraxis Dr. Pabst tagte, auf das vergangenen Jahr in Buldern zurück, vor allem auf die Umgestaltung des Spiekerplatzes. Das Umfeld erstrahle nun in neuem Glanz und werde von den Bulderanern gut angenommen, so Wensing. „Die Trennung von Spiekerplatz und Parkplatz finde ich sehr gelungen." Im Sommer soll für alle Helfer eine Dankeschön-Party stattfinden, kündigte der Vorsitzende an.
Fortschritte mache auch die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes. Nach dem Ankauf des Geländes Ende 2009 durch die Stadt (DZ berichtete) seien nun Anträge auf Fördermittel gestellt worden, erläuterte Wensing.
Er bekräftigte die Forderung der CDU, weitere Parkplätze auf der Dorfseite zu schaffen. Mit Blick auf die Biker's Farm sagte der Vorsitzende, dass die Stadt dabei sei, das Gerichtsurteil umzusetzen. Das sei laufendes Geschäft der Verwaltung, „in das wir uns nicht einmischen können und wollen". Meinung der CDU sei auf jeden Fall, dass eine neue Anbindung gerade in Zeiten knapper Kassen nicht ohne Beteiligung der Biker's Farm oder des Eigentümers umgesetzt werden könne.
Gerade auf diese leeren Kassen der Stadt Dülmen blickte Wessels. „Die Generallinie kann nicht sein, alles in die Tonne zu stopfen", betonte er. Man müsse realistisch schauen, welche Projekte möglich seien. Gespannt warte er auf den Haushaltsentwurf der Bürgermeisterin. Trotz des Verlustes der absoluten Mehrheit nehme man für sich in Anspruch, weiterhin die bestimmende Kraft zu sein. Die „verlässliche Partnerschaft" mit der FDP sei eine positive Entwicklung, auch wenn man sich erst daran gewöhnen müsse. Mit Blick auf Buldern stellte Wessels fest, dass sich die CDU auch weiterhin für Gewerbeflächen dort einsetzen werde.
Während Wensing die vergangene Kommunalwahl analysierte, ging der Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier bereits auf den nächsten Urnengang, die Landtagswahl am 9. Mai, ein. Neben einer Einstimmung auf den Wahlkampf berichtete er aus der Landtagsarbeit. Mit Blick auf die Diskussion zum Schulsystem betonte Jostmeier, dass die CDU an allen Schulformen festhalte.