Die Wahl eines Ortsvorstehers für Buldern ist in der heutigen Sitzung des Rates der zweite Tagesordnungspunkt nach der Einwohnerfragestunde.
Nachfolgerin von Edith Eiersbrock, die dieses Ehrenamt zehn Jahre ausfüllte, soll der 46-jährige Hans Twiehoff werden, Wie Edith Eiersbrock ist er Mitglied der CDU. Doch Twiehoff versteht sich - wie auch seine Vorgängerin - in seiner Funktion als Ortsvorsteher als Ansprechpartner für alle Dorfbewohner, unabhängig vom Parteibuch: „So wie Bürgermeisterin Lisa Stremlau sagt, dass sie Bürgermeisterin für alle Dülmener sein will, möchte ich Ortsvorsteher für alle Bulderner sein", signalisiert der gebürtige Rheinenser Offenheit und Gesprächsbereitschaft.
Seit 1997 lebt er in Buldern. Sein Amt wird ihn mit vielen Menschen, Vereinen und Gruppen zusammenbringen, die er noch nicht kennt. Das sei ihr genauso gegangen, erinnert sich Edith Eiershrock: Sie habe durch die Arbeit als Ortsvorsteherin Buldern und seine Menschen ganz anders kennen gelernt. Buldern, sagt sie, sei etwas ganz Besonderes; das zeige sich im Sport, in der Musik und auch in dem gemeinsamen Engagement, als die Bulderner bei Umgestaltung von Spiekerplatz und Ehrenmal sowie dem Bau der alten Fachwerkscheune kräftig mit anpackten.
Die andere Seite des Amtes lernte die scheidende Ortsvorsteherin beim Hochwasser 2004 kennen. Sie habe damals so viele Menschen erlebt, die angesichts der Verwüstungen psychisch und physisch am Ende waren „und denen man nicht helfen konnte", sagt sie nachdenklich. Die verkehrliche Anbindung des Ortsteils Buldern an Dülmen ist für Hans Twiehoff eines der wichtigen Zukunftsthemen. Eine sichere Radwegeverbindung an der L 551 nach Dülmen hält er für geboten, auch eine regelmäßige Busverbindung nach Dülmen könnte er sich gut vorstellen.
Weitere Themen seien die Umgestaltung des Bahnhofs oder die Erweiterung der Mehrzweckhalle Buldern um einen Gymnastikraum. Edith Eiersbrock wünscht ihrem Nachfolger, dass er „so gut von den Buldernern aufgenommen wird, wie ich damals", und Twiehoff hofft, dass Buldern „so aktiv bleibt, wie es ist".
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| Höhepunkte In der persönlichen Bilanz ihrer Amtszeit erinnert sich Edith Eiersbrock besonders an: ► 2000: Eröffnung der 1111-Jahr-Feier Buldern mit einem Frühstück an der 1111 Meter langen Frühstückstafel auf der L 551 ► 2004: Eröffnung der Bahnüberführung bei Donner und Regen ► 2008: Eröffnung der Unterführung am Bahnhof ► 2009: Eröffnung des Radwegs nach Senden ► 2010: Übergabe der Fachwerkscheune auf dem Spiekerplatz | | Hans Twiehoff Der 46-jährige Kriminalbeamte Hans Twiehoff wohnt seit 1993 in Dülmen. 1997 erfolgte der Umzug nach Buldern, wo sich die Familie sehr wohl fühlt. Hans Twiehoff ist verheiratet und Vater einer 16-jährigen Tochter. Der gebürtige Rheinenser ist vor rund einem Jahr in den Vorstand der CDU Buldern gewählt worden. |
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