Im Vorfeld der von der CDU auf Landesebene geplanten Fachkonferenzen Bildung beschäftigte sich der Arbeitskreis Schule des CDU-Stadtverbandes Dülmen in seiner jüngsten Sitzung mit den schulpolitischen Leitsätzen der CDU NRW.
Dabei machten die Arbeitskreismitglieder deutlich, dass die Reformen die die christlich-liberale Landesregierung in der Zeit zwischen 2005 und 2010 nicht durch die rot-grüne Minderheitsregierung mit Hilfe der Linken zerstört werden darf. Lernstandserhebungen und Zentralabitur haben sich bewährt und dürfen nicht aufgegeben werden. Nach Meinung des Arbeitskreises muss die freie Schulwahl in einem gegliederten System erhalten bleiben. „Die Rahmenbedingungen der im Schulgesetz genannten individuellen Förderung müssen, z. B. durch die konsequente Reduzierung der Schülerzahlen pro Klasse weiter verbessert werden“, so der stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Markus Brambrink.
Kinder mit sprachlichen Defiziten könnten durch die Wiedereinführung des Schulkindergartens gezielt flächendeckend gefördert werden. Durch den Schülerrückgang wird es möglich ohne bauliche Investitionen freiwerdende Räume an den Grundschulen für den Schulkindergarten zu nutzen.
Klare Worte fanden die Arbeitskreismitglieder zu den aktuell von der Minderheitsregierung genehmigten Schulversuchen. Die Diskussion zu veränderten Schulformen darf zu keinem Schulchaos und zu weiteren unnötigen Strukturänderungen führen. Das Schulgesetz bietet heute den Schulträgern die Möglichkeit der Schaffung von Verbundschulen, bzw. die Einrichtung eines Realschulzweiges an Hauptschulen. „Bei der Umsetzung dieser Möglichkeiten muss der Schulträger im Blick haben, dass dies nicht zu Lasten der Differenzierung in den Jahrgängen 9 und 10 führt.“, erläuterte die CDU-Stadtverordnete und Sprecherin im Ausschuss Schule und Bildung, Annette Holtrup. „Die Zusammenlegung der heutigen Haupt- und Realschulen zu einer erweiterten Realschule ermöglicht eine weiter reichende Differenzierung der Abschlüsse. Möglich wäre z. B. eine Differenzierung in einen praktisch handwerklichen, einen sprachlichen, einen kaufmännischen und naturwissenschaftlichen Abschluss.“
Daneben fordern die Arbeitskreismitglieder ein klares Bekenntnis der Gesellschaft zu den Lehrern. „Das bei den Lehrern überdurchschnittlich auftretende Burn-Out-Syndrom ist ein Indiz dafür, dass Lehrer mehr Entlastung erfahren müssen.“ fand der Altbürgermeister Jan Dirk Püttmann klare Worte. Die Arbeitskreismitglieder fordern die Bereitstellung von zentralen Arbeitsmaterialien und Arbeitshilfen für die Lehrer aller Schulformen, sowie deren permanente Weiterentwicklung und Aktualisierung durch das Schulministerium.
Mit Spannung erwarten die Arbeitskreismitglieder die CDU-Fachkonferenz am 9. Dezember in Münster um an der Weiterentwicklung des CDU-Schulkonzeptes für NRW aktiv mitarbeiten zu können.