Hallenbad soll Parkplatz werden
"Wir wollen alle kaufmännischen Neuansiedlungen wirklich unmittelbar in der Innenstadt konzentrieren", bekräftigt Willi Wessels, CDU-Fraktionsvorsitzender, das Festhalten am Achsenkonzept, das zwischen Politik, Stadtverwaltung und der Düsseldorfer Concepta entwickelt worden war.
Die Concepta Projektentwicklung möchte auf dem Overbergplatz eine Stadtgalerie mit mehreren Verkaufsstätten ansiedeln, ein Café im Erdgeschoss des Rathauses errichten sowie ein Park- und Geschäftsgebäude an der Münsterstraße, am Standort des heutigen Kik-Gebäudes bauen.
"Wir brauchen den Platz als kostenfreien Parkraum für die Mitarbeiter der umliegenden Betriebe, etwa des Krankenhauses", erklärt Wessels, warum die CDU-Fraktion sich nun für den rashcen Abriss des Gebäudes einsetzen will. Schließlich werde es im Umfeld mit Parkraum immer schwieriger, auch bei Combi komme es in letzter Zeit häufiger zu Engpässen. "Deshalb sehen wir einen Bedarf an zusätzlichen Stellplätzen, insbesondere mit Blick auf die jetzt anstehenden städtebaulichen Veränderungen in der Innenstadt", begründet Wessels, warum seine Fraktion die Stadtverwaltung beauftragen wird, ein Konzept für den Abriss und Schaffung von neuen Parkflächen vorzulegen. Diese sollen nicht bewirtschaftet, sondern kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Nicht nur als Übergangslösung während der Bauarbeiten, sondern auf Dauer.
Die Stadt erklärt in einer ersten Reaktion, dass die Stadtbetriebe als Träger des Hallenbades in jedem Fall mit einbezogen werden müssten.
Bezüglich der angesprochenen baulichen Vorhaben in der Innenstadt ist Stadtbaurat Clemens A. Leushacke am Montag einen Schritt weitergekommen: "Wir haben das Wertgutachten für den Overbergplatz an unseren Partner, die Concepta übergeben", teilt Leushacke auf DZ-Anfrage mit.
Dadurch, dass die Concepta nunkonkretere Vorstellungen an die Hand bekommt, wie hoch ihre Investitionen für diese drei ambitionierten Bauvorhaben ausfallen könnten, bleibt der Stadtbaurat zuversichtlich, "die entscheidenden Eckpunkte" des städtebaulichen Vertrags noch vor Beginn der Sommerpause in den politischen Gremien diskutieren zu können. Die Bauarbeiten sollen idealerweise noch in diesem Jahr beginnen.