Mit klarem und ambitioniertem Ziel geht die CDU in den Kommunalwahlkampf: Klare bürgerliche Mehrheit im Rat und Rückeroberung der Meinungsführerschaft. Markus Brambrink, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, zeigte sich davon überzeugt, „dass wir dieses Ziel mit dem Rückenwind der Wahlen des vergangenen Jahres auch erreichen können.“
Die Direktkandidaten für Stadtrat und Kreistag wählte der CDU-Stadtverband in seiner Sitzung. Gemeinsames Ziel ist die Mehrheit.Selbstbewusst, zugleich gelassen präsentierte sich der CDU-Stadtverband bei seiner Mitgliederversammlung am Donnerstagabend. In den CDU-Ortsverbänden waren in den vergangenen Wochen die Kandidaten und ihre persönlichen Vertreter für die Kommunalwahl sowie den Kreistag nominiert worden (DZ berichtete), am Donnerstag wurden die Personalvorschläge mit großer Mehrheit von den über 80 anwesenden Mitgliedern bestätigt. Von den gut 660 Mitgliedern, die der Stadtverband hat (Brambrink: „Wir haben mehr Eintritte als Austritte.“), sind 140 aktiv – unter anderem in Ortsverbänden oder als Mandatsträger in Stadtrat, Kreistag oder Ausschüssen, sagte Brambrink. Vor und während der Wahlgänge stellten er sowie CDU-Fraktionsvorsitzender Willi Wessels und die stellvertretende Bürgermeisterin Annette Holtrup Schwerpunkte der vergangenen und der weiteren politischen Arbeit der CDU vor und formulierten ihre Standpunkte.
Innenstadt-Entwicklung:
Die Politik könne, so Brambrink, aktuell nur wenig tun, der Aufschlag liege derzeit bei Investor und Immobilienbesitzer. An sie ergeht der Appell, ihre Planungen der CDU vorzustellen.
IGZ:
Das Intergenerative Zentrum habe, so Brambrink, seine volle Unterstützung. Die Anbindung des IGZ an die Ortsteile, das Einrichten von Tagespflegeplätzen und die Kooperation von städtischer und kirchlicher Bücherei werden angeregt.
Bürgerwindpark:
Wenn der Naturschutz angemessen berücksichtigt werde, stehe dem Bau von Windkraftanlagen nichts im Wege.
Ehrenamt:
Die ehrenamtliche Arbeit soll weiter unterstützt werden. Geplant sei einForum/Workshop mit Bürgern zu dem Thema.
Schulen:
Auseinandersetzung mit dem Thema Sekundarschule ohne Polemik: die Eltern sollen eingebunden werden. Holtrup: Frühestmöglicher Termin der Einführung sei das Schuljahr 2015/2016. Voraussetzung: Es müssen mindestens drei Eingangsklassen gebildet werden.
Bildung:
Fortentwicklung der Erwachsendenbildung, Stärkung der Ortsteilschulen.
Inklusion:
Die Inklusion soll unterstützt werden, dürfe aber nicht die Zerschlagung der Förderschulen zur Folge haben.
Wohnraum:
Wohnraum in unterschiedlichen Größen und Standards wurde und wird, so Wessels, weiterhin geschaffen.
Für Dr. Bernd Diekmann sollte die Aufwertung des Dülmener Bahnhofs ein wichtiges Ziel der politischen Arbeit der Zukunft sein. Damit meinte der scheidende Ortsvorsteher Hiddingsels nicht nur das Erscheinungsbild. Er forderte, dass Dülmen an das Intercity-Netz der Bahn angeschlossen werde. Diekmann, der sich aus der kommunalpolitischen Arbeit zurückzieht, blickte – auf Wunsch des Vorsitzenden – in gewohnt launiger Weise auf die politischen Entwicklungen zurück. Ein beschwingtes Zwischenspiel bot der Kolpingspielmannzug mit schmissigen Melodien der Versammlung.