„Dülmen ist ein Spitzenstandort“

Experten aus Industrie und Handwerk geben der größten Stadt im Kreis gute Noten im Fach Wirtschaft

Der Veranstaltungsort des CDU-Wirtschaftsforum hätte aus Sicht von Dr. Michael Oelck von der Kreishandwerkerschaft nicht besser gewählt sein können: „Industrie, Handel, Handwerk – hier im Autohaus Heger finden sich alle Bereiche untere einem Dach, die auch für den Wirtschaftsstandort Dülmen von herausragender Bedeutung sind.“
Gemeinsam mit Heinrich-Georg Krumme von der IHK Nord-Westfalen gab Oelck eine Einschätzung zur ökonomischen Attraktivität der größten Stadt im Kreis ab. Und beide attestierten: „Dülmen ist ein Spitzenstandort, was leider viel zu wenig bekannt ist.“ Die Argumente für Dülmen: Erstklassige Anbindung an die großen Verkehrsströme, Investitionen in neue Gewerbestandorte, neue Bauflächen für junge Familien und eine Arbeitslosenquote von nur knapp vier Prozent. „Dass es Dülmen gut geht, liegt daran, dass Dülmen ein exzellenter Industriestandort ist. Und deswegen sollten wir uns hier auch in Zukunft zur Industrie bekennen“, unterstrich Krumme, dass romantische Vorstellungen vom Münsterland als einer Region für Landwirtschaft und Tourismus deplatziert seien. „Seit 1996 hat sich der Auslandsumsatz des Gewerbes in Dülmen mehr als vervierfacht, und Dülmener Betriebe beschäftigen ein Drittel mehr Personal“, ließ Krumme Zahlen sprechen. Und nach so viel Optimismus mochte Krumme auch bei der Innenstadt nicht völlig schwarz sehen: „Ich höre, dass es konstruktive Gespräche gibt, und ich bin sicher, dass es gelingen wird, die Attraktivität des Stadtzentrums noch deutlich zu steigern.“

Die Gastgeber der CDU, Willi Wessels und Markus Brambrink, baten die trotz des Champions-League-Halbfinals zahlreich erschienen Gäste, in Kleingruppen Themenschwerpunkte zu diskutieren.

„Wir haben aus dem Forum mitgenommen, dass wir uns regelmäßiger und noch intensiver um die konkreten Belange der Unternehmen kümmern müssen“, zog Dülmens CDU-Chef Brambrink ein erstes Fazit. Das gelte für seine Partei, aber man könnte auch über einen speziellen „Kümmerer“ in der Verwaltung nachdenken. Und bei aller Freude über den Glasfaserausbau im Dernekamp und in den Ortsteilen „sollten wir ein waches Auge auf die weiteren Entwicklungen in der Kommunikationstechnologie haben.“

Auch die Zielsetzung von Dülmen Marketing, so ein Ergebnis aus den Gesprächsgruppen, müsse neu definiert werden: „Dülmen muss als Wohn- und Wirtschaftsstandort noch besser bekannt werden.“ Aber das, so Brambrink sei erkannt, und es gehe in diese Richtung.