Am vergangenen Montag wurden von der CDU-Fraktion die Sitzungsvorlagen es Ausschuss für Schule und Bildung beraten. Auf der Tagesordnung des Schulausschusses steht unter anderem die Schulentwicklungsplanung im Primarbereich.
Mit dem 8. Schulrechtsänderungsgesetz hat die rot-grüne Landesregierung die Einrichtung von Eingangsklassen der Grundschulen reguliert. In einer Kommune dürfen nur noch so viele Eingangsklassen gebildet werden, wie rechnerisch ermittelt werden. Dazu wird die Anzahl der Schüler durch eine fiktive Klassengröße von 23 geteilt. Hierbei spielt die Wohnortnähe keine Rolle mehr. „Für eine Flächenkommune wie Dülmen die neben dem Stadt-kern aus fünf Dörfern besteht, wird dadurch die wohnortnahe Beschulung künstlich erschwert“, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Schul-ausschussvorsitzende Markus Brambrink. „Die Landesregierung hat den Gesetzesentwurf damals damit begründet kleine Schulen zu stärken. In Wirklichkeit geschieht das Gegenteil.“
Nach den bisherigen Prognosezahlen müssten im kommenden Schuljahr drei Eingangsklassen weniger gebildet werden. Das würde für Merfeld und Hausdülmen bedeuten, dass dort nur noch eine Eingangsklasse und für die Paul-Gerhardt-Schule in Dülmen-Mitte, dass dort nur noch zwei Eingangsklassen gebildet werden könnten. Die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Annette Holtrup ergänzt: „Gerade für Merfeld und Hiddingsel ein Rückschlag. In den letzten Jahren ist es durch das Engagement der Schulleitungen und Pädagogen und die Profilbildung der Schulen gelungen, das Familien der angrenzenden Bauerschaften aber auch darüber hinaus ihre Kinder dort anmelden.“ Annette Holtrup wirft auch einen Blick nach vorne: „Das die Richtzahl der Landesregierung bei 23 Schülern liegt, die Ortsteilschulen aber künftig bis zu 29 Schüler in der Eingangsklasse unterrichten werden, steht dabei eindeutig im Widerspruch. Jetzt ist es umso wichtiger die Profilbildung der Schulen und damit auch die Standorte in den Ortsteilen weiter zu stärken!“