Seit der Bekanntgabe der baldigen Schließung der von den britischen Rheinarmen genutzten Flächen der Tower Barracks beschäftigt sich ein Arbeitskreis der CDU-Fraktion um den Vorsitzenden Willi Wessels mit einer möglichen Entwicklung der Flächen.
„Die Nutzung der 47 ha großen Fläche mit aufstehenden Gebäude, davon sechs große Lagerhallen, sollte das Fundament für das Handeln der Stadt Dülmen darstellen. Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Ansiedlung zukunftsträchtiger Betriebe müssen Ziele der weiteren Aktivitäten der Stadt Dülmen sein.“, so lautet ein Fazit der wirtschaftspolitischen Sprecherin Manuela Pross.
Die Erfahrungen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bei der Umgestaltung der St. Barbara-Kaserne haben die Fraktionsmitglieder veranlasst, sich über die Vorgehensweise und Umsetzung in der Nachbarstadt Coesfeld zu informieren. Dabei konnten sich die Arbeitskreismitglieder auch bei einem Geschäftsführer einer der ersten Nutzer am neuen Standort einen direkten Einblick in die Vorgehensweise und die Unterstützungsleistungen der Stadt Coesfeld verschaffen.
Bestärkt durch die Eindrücke und Erkenntnisse hat die CDU-Fraktion nun einen Antrag für die nächste Stadtverordnetenversammlung und die anschließenden Ausschusssitzungen auf den Weg gebracht: „Bereits im Vorfeld der Schließung gilt es die weitere gewerbliche Entwicklung möglichst frühzeitig durch vorausschauende Planungen zu ermöglichen und positiv zu beeinflussen.“ begründet die CDU ihren Antrag. Ziel des Antrages ist eine optimale Vorbereitung der Umwandlung der Immobilie für sinnvolle wirtschaftliche Nutzung mit möglichst vielen Arbeitsplätzen. Dazu soll die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die notwendige Unterstützung leisten und entsprechende Planungsunterlagen und insbesondere auch ein Gutachten bzw. Erkenntnisse aus alten Luftbilder, Kampfmittelräumungen, etc. über Altlasten auf dem Gebiet der Tower Barracks liefern. Darüber hinaus wird die Verwaltung beauftragt die Möglichkeiten und Grenzen, z. B. hinsichtlich des Lärmschutzes, einer industriellen oder gewerblichen Nutzung in zu prüfen und im Rahmen der weiteren Beratungen zu präsentieren.
Alle diese Schritte sollen darin münden und dazu dienen möglichst zeitnah eine Machbarkeits- bzw. Potentialstudien in Auftrag zu geben.
Die CDU-Fraktion will durch die angestoßenen fundierten Untersuchungen eine zügige und zielgerichtete Entwicklung der Tower Barracks sicherstellen. „Ein Dornröschenschlaf, wie im Fall der Barbarakaserne, müsse in jedem Fall vermieden werden“, so CDU-Fraktionschef Wessels, „wir müssen weitere Entscheidungen qualifiziert vorbereiten und dann auch treffen!“