Der Kandidat heißt Leushacke

CDU will Dülmens Stadtbaurat zum Bürgermeister machen

Noch arbeiten sie im Rathaus eng zusammen, im Kampf um das Bürgermeisteramt könnten die Amtsträgerin Lisa Stremlau (SPD) und der frisch nominierte Bürgermeisterkandidat und Stadtbaurat Clemens A. Leushacke (CDU) aber bald gegeneinander antreten.
Im Verwaltungsvorstand spielt Stadtbaurat Clemens A. Leushacke (2.v.l.) eine wichtige Rolle. Jetzt bewirbt er sich um das Amt des Dülmener Bürgermeisters. Markus Brambrink, Annette Holtrup und Willi Wessels (v.l.) sind dabei an seiner Seite. (DZ-Foto)Im Verwaltungsvorstand spielt Stadtbaurat Clemens A. Leushacke (2.v.l.) eine wichtige Rolle. Jetzt bewirbt er sich um das Amt des Dülmener Bürgermeisters. Markus Brambrink, Annette Holtrup und Willi Wessels (v.l.) sind dabei an seiner Seite. (DZ-Foto)
„Für unsere Entscheidung spielt es keine Rolle, wer sonst noch als Bürgermeister kandidiert. Wir sind überzeugt davon, dass Clemens Leushacke der richtige Mann für Dülmen ist und unterstützen ihn mit aller Kraft“, unterstreicht Willi Wessels, CDU-Fraktionsvorsitzender das einstimmige Votum im Stadtverbandsvorstand.

„Wir haben einen Kandidaten gesucht, der mit Dülmen und der Dülmener Stadtentwicklung eng verwurzelt ist, der die Projekte, die wir voranbringen wollen, sehr genau kennt, und der Führungsqualitäten besitzt“, beschreibt CDU-Stadtverbandsvorsitzender Markus Brambrink das Anforderungsprofil an den neuen Dülmener Bürgermeister.

Der 55-jährige Stadtbaurat, der bereits seit 1991 in der Dülmener Stadtverwaltung tätig ist, bringt alle geforderten Qualifikationen mit. „Ich habe mich natürlich sehr über das Vertrauen gefreut, war mir aber sofort im Klaren, dass das Amt des Bürgermeisters noch einmal eine deutlich höhere Herausforderung als das Amt des Stadtbaurates ist“, erinnert sich Leushacke im DZ-Gespräch an seine erste Reaktion auf den Wunsch der CDU, zu kandidieren.

Nachdem Leushacke sich mit seiner Familie besprochen hatte, stand dann aber rasch fest: „Wenn der CDU-Stadtverband mich will, dann sage ich auch ja“. Die Zustimmung im Vorstand war überwältigend, jetzt stellt Leushacke sich und sein Wahlprogramm in den Ortsteilen vor. Und am Freitag, 27. Februar, soll er dann abschließend von den Mitgliedern als CDU-Bürgermeisterkandidat 2015 nominiert werden.

Es reize ihn, neben der städtebaulichen Verantwortung auch stärker auf die Arbeit der übrigen Dezernate einzuwirken. „Kultur, Sport, aber auch Personalpolitik: Der Bürgermeister hat schon mehr Gestaltungsmöglichkeiten, die ich für Dülmen gerne nutzen möchte.“

Der Verwaltungsprofi Leushacke formuliert eine politische Leitidee: „Ich möchte mich darauf konzentrieren, das Zusammenleben in unserer Stadt als positiv hervorzuheben und besonders zu fördern.“

Nicht nur in den Familien sei der demografische Wandel inzwischen spürbar, auch in den Vereinen und Nachbarschaften müsse aktiv um den traditionellen Zusammenhalt der Menschen gerungen werden. Selbstverständlich betreffe das auch die Art und Weise, wie wir mit unseren Flüchtlingen umgehen. „Und deshalb will ich auch nicht nur einen Ehrenamtstopf und einen Ehrenamtskoordinator, sondern eine Stabsstelle Ehrenamt beim Bürgermeister ansiedeln.“ Damit hätten wir die Dülmener, die sie sich in der Stadt und Ortsteilen engagieren, einen direkten Ansprechpartner, der sich um ihre Belange kümmert. So will der Bürgermeister Leushacke die von der CDU verfolgte bürgernahe Politik fortsetzen.

Wie das konkret aussieht, wird Leushacke mit seiner Partei in einem Wahlprogramm formulieren. „Und wir werden allen Dülmenern mehrfach die Gelegenheit geben, mit Dülmens neuem Bürgermeister auf zahlreichen Veranstaltungen direkt ins Gespräch zu kommen“, verspricht Wessels.

Leushacke will mit Sachpolitik überzeugen und nicht mit einem Personenwahlkampf, der den politischen Gegner diskreditiert. „Ich glaube nicht, dass die Menschen einen solchen Wahlkampf möchten.“