„Leben in Dülmen gemeinsam für unsere Zukunft.“ Unter dieses Motto will Clemens A. Leushacke seinen Wahlkampf stellen. Das Motto werde auch nach dem 13. September gelten, sollte er Dülmens neues Stadtoberhaupt werden. „ Wir müssen die Wahl gewinnen. Und ich sage ausdrücklich wir. Ich schaffe das nicht allein“, warb er in seiner Vorstellungsrede um die Unterstützung der CDU-Mitglieder. Und die gab es dann auch. Eine klare Mehrheit von 93,6 Prozent der Anwesenden stimmte für den Stadtbaurat als CDU-Spitzenkandidat.
Mit der überwältigen Mehrheit von 93,6 Prozent der Stimmen votierte die Dümener CDU für Clemens A. Leushacke als Bürgermeisterkandidat.Ausführlich hatte der 55-Jährige zuvor seine Pläne für Dülmen erläutert. So hätte ihm seine bisherige Erfahrung in der Verwaltung eines gezeigt: „An den Nahtstellen von Verwaltung, Politik und Bürgern geht es um mehr als juristisch einwandfreie Entscheidungen.“ Vielmehr komme es auf gute Ergebnisse für den Bürger an. Nicht immer seien Konflikte vermeidbar, daher sei es wichtig, dass der Bürgermeister Vertrauen gewinne. Offen und ehrlich müsse die Kommunikation sein, so Leushacke. Konzepte fü,r die Zukunft sowie Mut zu Taten und Richtungsentscheidungen, das müsse ein Bürgermeister mitbringen. Dazu kämen profunde Sachkenntnisse, um fachliche Diskussionen über alle Themenfelder bestehen zu können.
Leushacke sprach sich klar für Projekte wie Intergeneratives Zentrum und Stadtquartier aus. Dass er in diesen Fragen auf gleicher Linie wie Lisa Stremlau liege, sei ein Beleg dafür dass es „in wesentlichen Zukunftsfragen einen parteiübergreifenden Konsens in Dülmen gibt.“ Auch er wolle als Bürgermeister eine solche Zusammenarbeit anbieten.
Bei aktuellen Themen stellte sich der CDU-Kandidat klar hinter die Unterbringung von 150 Flüchtlingen auf dem Kasernen-Gelände, bekundete Sympathie für den Bürgerwindpark in Merfeld und kritisierte gleichzeitig das vom Land geplante Windvorranggebiet in Daldrup. Bei der Einrichtung einer Sekundarschule mahnte er vor vorschnellem Handeln. Derzeit sei die Schullandschaft in Dülmen mit dem dreigliedrigen System und der Förderschule „absolut in Ordnung“. Leushacke: „ Vielleicht sind wir gut beraten, das Thema auf die kommenden Jahre zu verschieben, solange das aktuelle Schulsystem gut funktioniert.“
Keine Entwicklung habe es zuletzt beim Dülmener Bahnhof, Stadtarchiv sowie Kultur- und Veranstaltungshalle gegeben, kritisierte der Kandidat. Trotz Geldmangel sei es hier wichtig, Perspektiven aufzuzeigen. „Dann findet man irgendwann auch eine Lösung. Ohne Perspektiven bewegt sich aber nichts“, betonte der Stadtbaurat. Etwa beim Stadtquartier – bereits zur Amtszeit von Jan Dirk Püttmann habe er erstmals Kontakt zur Concepta gehabt – habe sich eines ausgezahlt, so Leushacke: „Ideen haben, auf den Weg bringen und vor allem dranbleiben.“