„Kultur der Anerkennung schaffen“

CDU will das Ehrenamt in Dülmen weiter stärken

„Wie können wir euch unterstützen?“, stellte Annette Holtrup auf dem dritten Forum zum Ehrenamt der CDU die entscheidende Frage an die zahlreich erschienenen Vertreter aus Sport, Kultur, Kirchengemeinden und weiterer gemeinnütziger Einrichtungen. In fünf Kleingruppen sollten Vertreter des Dülmener Ehrenamtes ihre Wünsche an Politik und Verwaltung vortragen. Zuvor unterstrich der CDU-Bürgermeisterkandidat, Clemens A. Leushacke, dass es erforderlich sei, auch für die Felder Jugend und Soziales ähnlich systematische Förderrichtlinien zu erarbeiten, wie bei Sport und Kultur. Die Vergabe der Mittel aus dem 30.000 Euro schweren Ehrenamtstopf müsste dringend systematisiert werden, damit sie nicht willkürlich erfolge.
Die CDU in Dülmen will das Ehrenamt weiter stärken. Das Forum war gut besucht. DZ-Foto: MichalakDie CDU in Dülmen will das Ehrenamt weiter stärken. Das Forum war gut besucht. DZ-Foto: Michalak
„Was die Bürger hier freiwillig und unentgeltlich leisten, das macht das Leben in Dülmen aus“, unterstrich Leushacke die hohe Bedeutung des Ehrenamts für Dülmen. Deshalb habe er eine Stabsstelle Ehrenamt in der Verwaltung vorgeschlagen.

Mehr als 300 Einladungen hatte die CDU an Vereine, Organisationen und Einrichtungen verschickt, alle aber doch nicht erreicht, so wie die Freiwilligenbörse. „Wir können immer besser werden, und wollen natürlich auch alle Beteiligten an unserem Gespräch teilnehmen lassen“, erklärte Holtrup hierzu am Rande des Ehrenamts-Forums im Kolpinghaus. Von Holtrup stammt auch das Motto „Kultur der Anerkennung schaffen“, das Leushacke gerne aufgriff.

Die entscheidenden Themen, die in den Kleingruppen diskutiert wurden, waren die Aufgaben eines städtischen Ehrenamtskoordinators, die Förderrichtlinien für das Ehrenamt, die Möglichkeiten der Wertschätzung für das Engagement zum Ausdruck zu bringen sowie die Frage, inwieweit Kinder- und Jugendarbeit stärker einbezogen werden könne.

Erneut war die Mehrheit der Gäste von der Ehrenamtskarte nicht überzeugt. Schließlich gehe es den ehrenamtlich Tätigen ja nicht um eine Vergütung, sondern darum, dass ihr Einsatz anerkannt werde. Das könne man durch ein Ehrenamtsfest, einen Tag des Ehrenamts oder auch durch ein überraschendes Dankeschön vonseiten der Stadt erreichen.

Dr. Wolfgang Werner lenkte den Blick auf die Ehrenamtlichen, die leicht übersehen werden: „Die organisierten Vereine sind bei der Politik gut angedockt. Wir müssen aber versuchen, die Jungen zu motivieren, und die, die im Hintergrund wirken.“