Stadtverband strotzt vor Kraft

CDU-Vorsitzender Markus Brambrink ließ sich zum letzten Mal im Amt bestätigen

Kein Wunder, dass der CDU-Stadtverband nach der gewonnenen Landtagswahl vor Kraft nur so strotzte. Kreisvorsitzender Marc Henrichmann, der Landtagsabgeordnete Werner Jostmeier und dessen designierter Nachfolger, Dietmar Panske aus Ascheberg, waren zur Mitgliederversammlung in die Dülmener Feuerwache gekommen, um mit den Parteifreunden noch einmal die Wahl zu besprechen. „Genau das zeichnet uns aus, das Ohr am Bürger, der Wahlkampf an der Haustür“, lobte - nicht nur - Henrichmann das gewaltige Engagement aller Wahlkämpfer. Auch der frisch gebackene Abgeordnete Panske bedankte sich sehr herzlich bei seinem Vorgänger, Werner Jostmeier, aber auch bei den vielen Wahlkämpfern, die häufig genug früh morgens mit ihm in die gemeinsame Schlacht um Stimmen gezogen seien.
Lauter glückliche Gesichter: Die CDU Dülmen sieht sich für die anstehenden politischen Herausforderungen auf allen Ebenen sehr gut gerüstet. DZ-Foto: MichalakLauter glückliche Gesichter: Die CDU Dülmen sieht sich für die anstehenden politischen Herausforderungen auf allen Ebenen sehr gut gerüstet. DZ-Foto: Michalak
Stadtverbandsvorsitzender Markus Brambrink nutzte die Gelegenheit, um auf das politische Jahr zurückzublicken. Sein Motto: „Wir befinden uns in bewegten Zeiten, in denen einige individuelle Interessen über das Gemeinwohl stellen.“ Gemeint war damit die Sozialdemokratie, die sich in Düsseldorf der Verantwortung entziehe, indem sie Koalitionsverhandlungen ausschlage. Aber auch die Dülmener SPD werde ihrer Verantwortung gegenüber dem Gemeinwohl nicht mehr gerecht. „Statt mit allen Fraktionen den neuen Beigeordneten, Christoph Noelke, zu wählen, verlässt die SPD den Ratssaal. Und das unter der falschen Behauptung, die CDU habe zuvor nicht alle Kandidaten zum Gespräch einladen wollen.“ Die weitere Zusammenarbeit mit der SPD sei ganz eindeutig infrage gestellt. Ganz anders als mit Bürgermeisterin Lisa Stremlau (SPD), mit der sowohl die Wahl des neuen Beigeordneten, als auch der Umbau des düb und der geplante Bau einer neuen Sekundarschule im Konsens gelungen seien.

Brambrink kündigte an, dass er sich noch einmal als Vorsitzender zur Verfügung stelle, dass dies jedoch das letzte Mal sei. Er wolle sich künftig weiter in seinen Ehrenämtern engagieren und die zeitaufwendige Arbeit an der Schnittstelle zu Kreis und Land sei auf Dauer damit nicht zu vereinbaren.

Die CDU will sich jetzt auf ihr Kommunalwahlprogramm 2020 konzentrieren, und sie will in der Öffentlichkeitsarbeit besser werden. So gehört dem Vorstand mit Jan Willimzig erstmals auch ein Medienbeauftragter an, der für die Präsenz in den sozialen Netzwerken und neuen Medien zuständig ist.

Als Brambrinks Stellvertreter wurden Veronika Büscher, Annette Holtrup und Dieter Klaas gewählt. Ein besonderes Amt wird Heribert Wautmann zuteil, der sich um die Akquise von CDU-Mitgliedern kümmern soll.

Vor der Parteisitzung erläuterten Stadtbaurat Clemens A. Leushacke und Feuerwehrchef Hubert Sommer noch einmal die Pläne zur geplanten neuen Feuerwache in der Lehmkuhle.