Offener Ganztag – wirklich familienfreundlich?
Zu einer zweiten Vorstandssitzung traf sich vergangenen Mittwoch die CDU Dülmen-Mitte. Neben den Nachbereitungen des aus Sicht der Christdemokraten erfolgreichen Bundestagswahlkampfs, befassten sie sich mit dem Konzept der Offenen Ganztagsschule (OGS) an Grundschulen. Es wird ein dringender Bedarf zur Flexibilisierung gesehen.
Vorstandsmitglieder der CDU Dülmen-Mitte setzen sich für mehr Flexibilität im Offenen Ganztag ein: (v.l.n.r.) Stephan Dweir, Markus Schmitz, Markus Brambrink, Marcel Christensen. Foto: Marcel Christensen / CDU Dülmen.„Die Offene Ganztagsschule ist seinerzeit eingerichtet worden, um ‚für Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern und die Chancengleichheit aller Kinder zu fördern’. Die jetzigen Rahmenbedingungen sind allerdings wenig familienfreundlich. Es gibt keine Wahlfreiheit bezüglich der tage- und stundenweisen Teilnahme, sondern nur ganz oder gar nicht. Auch wenn eine Familie nur an zwei oder drei Tagen eine Betreuung benötigt, so ist sie gezwungen, das Kind von wenigen Ausnahmen (z. B. Opas Geburtstag) abgesehen, an allen Tagen der Woche bis zum Ende des Ganztags in der Schule zu belassen“, kritisiert Beisitzerin Gabriele Osterkamp.
Für den CDU-Ortsvorstand besteht der dringende Bedarf, die Betreuungszeiten zu flexibilisieren und den tatsächlichen Bedürfnissen der Familie anzupassen. Das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern muss ernst genommen werden. Das bedeutet nicht, dass der Besuch der OGS beliebig ist. Sinnvoll ist eine Festlegung für das jeweilige Schuljahr, damit eine gewisse Verlässlichkeit gegeben ist. So kann der Träger der OGS auch seinen Personaleinsatz planen.
Markus Schmitz, Vorsitzender der CDU Dülmen-Mitte, betont: „Wir setzen uns für eine familienfreundliche Änderung der Rahmenbedingungen mit flexiblen Buchungszeiten ein!“