Schutz für den „vertrauenden Verbraucher“
Drei Jahre seines Lebens wäre ein Verbraucher damit beschäftigt, würde er beim Einkauf all jene Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, auf die sich Anbieter gern berufen. Diese Zahl nannte Susanne Terwey. Und die Leiterin der Verbraucherzentrale in Dülmen weiß, dass dies nicht besonders lebensnah ist – obwohl gerade in den AGBs manche Fallstricke lauern. Wie die Verbraucherzentrale davor schützt und wie die Politik sie hier unterstützen kann, darüber informierte sich der neue Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann bei einem Besuch der Beratungsstelle.
In welchen Fällen die unabhängigen Verbraucherberater helfen, erfuhr der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann von Susanne Terwey, Beate Hollands-Lohölter und Udo Sieverding (v.r.). Foto: Büro Marc HenrichmannNotwendig sei die Arbeit auch deshalb, weil das Leitbild des „mündigen Verbrauchers“ eine Legende sei, so Sieverding. In der Forschung, die verschiedene Typen unterscheide, trete dagegen eher der „vertrauende Verbraucher“ hervor. „Dieser setzt auf die Politik, die schon dafür sorgt, dass schwarze Schafe keine Chance haben“, beschrieb er die Erwartungshaltung. Besonders würdigte Henrichmann die Präventions- und Bildungsarbeit für Jugendliche. „Es ist eine gute Idee, hier mit Schulen zu kooperieren“, betonte der CDU-Politiker. Ein mögliches Schulfach „Wirtschaft“ würde die Verbraucherzentrale unterstützen, ergänzte Sieverding.