Das Annette fördert Schüler, „die mehr Futter brauchen“
Es gibt sie in jeder Klasse, die Schüler, „die mehr Futter brauchen“, wie es Ursula Ellenbracht formuliert. Sie leitet das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, das mit Hilfe von Bund und dem Land NRW besondere Talente in den Klassenzimmern stärker fördern möchte. Das Dülmener Gymnasium gehört seit Ende Januar zu bundesweit 300 Schulen, die an der Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) teilnehmen. Über erste Eindrücke informierten sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann und das Landtagsmitglied Dietmar Panske.
Über das Projekt „Leistung macht Schule“ am AvD informierten sich Marc Henrichmann MdB (r.), Dietmar Panske MdL (l.) und Vertreter der CDU Dülmen bei Schulleiterin Ursula Ellenbracht (3.v.l.), Joachim Höck (M.) und Ulrich Staarmann. Foto: Büro HenrichmannZu den bisherigen Angeboten gehören eine mathematisch-naturwissenschaftliche Herbstakademie, die Möglichkeit zum Erwerb zusätzlicher Sprachzertifikate oder Mentorenprogramme, bei denen ältere Schüler schon mit Viertklässlern Matheaufgaben durchgehen. Das Gymnasium hat bereits 2009 als erste Schule im Kreis Coesfeld das Gütesiegel „individuelle Förderung“ erhalten. Mit dem auf zehn Jahre angelegten Programm LemaS wird die Begabtenförderung nun stärker in den Unterricht integriert. „Projekte in Mathematik, Deutsch und Erdkunde“ habe die Schule ins Auge gefasst, erläuterte der stellvertretende Schulleiter Joachim Höck. Begleitet wird das Annette dabei, wie alle teilnehmenden Schulen, von einem Forschungsverbund aus insgesamt 15 Universitäten.
Beeindruckt zeigten sich die heimischen Abgeordneten über das Engagement der Lehrer. „Die Zustimmung im Kollegium ist groß“, unterstrich LemaS-Koordinator Ulrich Staarmann. Doch nicht nur auf die Lehrer, auch auf eine moderne technische Infrastruktur kommt es an. Die Dülmener CDU sieht den Bedarf, das Gymnasium ans Glasfasernetz anzuschließen – was die Große Koalition bundesweit mit zehn Milliarden Euro fördert. „Wir pushen das“, versicherte Annette Holtrup. Henrichmann und Panske wollen sich regelmäßig über die Umsetzung von LemaS informieren und sicherten ihre Unterstützung zu.