Europa im Kleinen

Dülmen. Die Hoffnung auf einen Investor, der das weitläufige Gelände der St.-Barbara-Kaserne mit neuem Leben füllt, hat sich bislang nicht erfüllt. Grund für Bürgermeister Jan Dirk Püttmann, über neue Möglichkeiten der Nutzung nachzudenken.
Auf der jüngsten Sitzung des CDU-Stadtverbandes stellte er seine Überlegungen vor, die manchem kühn und gewagt erscheinen. Doch Püttmann betonte, dass es derzeit noch nicht um die Verwirklichung solcher Pläne gehe, sondern einfach nur darum, das auszuloten, was grundsätzlich möglich erscheint. Und dabei dürften auch ungewöhnliche Gedanken gedacht werden. So lautet eine Überlegung, das Gelände den Vereinen zur Verfügung zu stellen, die es dann für ihre Belange nutzten - was auch wieder der Bevölkerung zu Gute käme.

Sportliche Angebote wie Bogenschießen, Tanzen, Bowling wären hier möglich, aber auch für Begegnungen zwischen Mensch und Tier reichte der Platz: Eine Reitanlage könnte errichtet werden, auch die Kleintierzüchter könnten das Gelände mitnutzen.

Möglich wäre es auch, die Oldtimer auszustellen oder gar eine Werkstatt für Oldtimer auf dem Gelände einzurichten. Auch eine Kartbahn wäre ein interessantes Angebot.

Denkbar wäre auch die Errichtung eines Paralympic-Stützpunktes auf dem ehemaligen Kasernengelände.

Noch gewagter erscheint die Idee, die Gebäude zu verschenken - und zwar an die Vertretungen anderer Staaten. Entstehen könnte hier eine Europäische Union im Kleinen, so der Vorschlag des Bürgermeisters. Jeder EU-Staat hätte die Möglichkeit, sich auf dem Gelände zu präsentieren. Püttmann: "Was sich darauf entwickelt, müsste sich zeigen."

Quelle: Dülmener Zeitung vom 28.07.06