Junge Union fordert Ausbau von nächtlichen Zugverbindungen
Welcher junge Dülmener kennt es nicht: Es ist Samstagnacht und die Party in Münster ist abrupt beendet, weil der letzte Zug nach Hause die sofortige Heimreise vorgibt. Die Junge Union Dülmen fordert daher eine höhere Frequenz der Verbindungen auch zu nächtlichen Zeiten. Besonders problematisch ist die Anbindung vor Sonn- und Feiertagen, also genau dann, wenn man abends länger unterwegs ist.
Der Vorstand der Jungen Union Dülmen setzt sich für bessere nächtliche Zugverbindungen nach Münster ein.„Unsere Hauptforderung ist daher, dass auch in den Nächten zu Sonn- und Feiertagen eine Verbindung um 4:10 Uhr geschaffen wird, genau wie es unter der Woche der Fall ist. Aber auch darüber hinaus wäre eine häufigere Frequenz wünschenswert“, so Vorstandssprecher Kilian Baumann. „Für junge Leute hängt die Lebensqualität auf dem Land entscheidend von einer guten Anbindung an die Oberzentren ab. Wenn diese nicht gegeben ist, braucht man sich nicht wundern, wenn junge Leute nicht vor Ort bleiben,“ erklärt Baumann weiter.
Dabei steht die Jugend in anderen Gemeinden des Münsterlandes vor ähnlichen Herausforderungen. Die Junge Union im Kreis Steinfurt hat sich dazu kürzlich mit dem dortigen Landrat Dr. Klaus Effing, der auch Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienen-Personennahverkehr (ZVM) ist, über einen entsprechenden Ausbau der Verbindungen ausgetauscht. Dies mache aber nur Sinn, wenn der Ausbau von Münster aus sternförmig, also in verschiedene Richtungen, erfolgt, so Effing.
Dieser Forderung schließt sich die Jungen Union Dülmen vorbehaltlos an. Gemeinsam mit den JU-Verbänden aus weiteren Städten und Gemeinden soll demnächst gezielt das Gespräch mit den jeweiligen Verantwortlichen gesucht werden, um den Ausbau nächtlicher Bahnverbindungen Münsterlandweit voranzutreiben.